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Vertragsrecht

Sobald Unternehmer mit anderen Unternehmern oder Verbrauchern Verträge schließen, kann es zu sogenannten Leistungsstörungen kommen. Sei es, weil sich in Nachhinein herausstellt, dass bei Vertragsschluss nicht alle wichtigen Eventualitäten berücksichtigt wurden oder weil nach Durchführung des Vertrages Probleme entstehen.


Einigungsmängel
So kann es zum Beispiel sein, dass sich die Parteien darüber geeinigt haben, dass die eine Partei der anderen Partei ein Grundstück verkauft. Bei den Vertragsverhandlungen glauben beide Parteien alles Wesentliche berücksichtigt zu haben. Doch dann stellt sich heraus, dass keine Vereinbarung darüber getroffen wurde, wer die Notarkosten zu tragen hat.

Oder es wurde vergessen zu berücksichtigen, dass das Grundstück in einem Gebiet liegt, in dem nur zweigeschossige Häuser gebaut werden dürfen, während der Grundstückserwerber ein viergeschossiges Wohnhaus bauen möchte.

Vielleicht wollte auch der Auftraggeber, der einen Internet-Systemvertrag abschloss, eine Vertragsbindung von nur zwei Jahren, muss allerdings im Nachhinein feststellen, dass in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen seines Vertragspartners eine 48 - monatige Laufzeit festgeschrieben ist.

Sachmängel
Häufig kommt es aber erst lange nach Vertragsschluss zu Störungen. Dies zum Beispiel deshalb, weil die verkaufte Sache im Nachhinein nicht in der gewünschten Weise funktioniert sondern Mängel aufweist. Oder das Werk des Bauunternehmers lässt erst ein Jahr nach Bezug erkennen, dass die Außenwände nicht dicht sind und Feuchtigkeit in das Gebäude einzieht.

Was nun?
In vielen Fällen wird sich eine gütliche Einigung bereits ohne die Hinzuziehung eines Rechtsbeistandes eine Einigung erzielen lassen. Der Verkäufer bessert die Sache ohne langes hin und her nach oder es wird ein Preisnachlass akzeptiert. Wenn allerdings allerbestes Zureden nicht mehr weiter hilft, der Vertragspartner auf stur stellt, Anrufe nicht mehr entgegennimmt, dann ist es an der Zeit, dass ein Rechtsanwalt hinzugezogen wird.