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Gesellschaftsrecht

Zu Beginn der unternehmerischen Tätigkeit steht die Frage nach der Unternehmensform. Gerade wenn mehrere Beteiligte zusammen eine Firma gründen wollen, muss eine Entscheidung getroffen werden, was für eine Firma es sein soll.

 

Die GBR
Dabei bietet sich für Kleinunternehmer zunächst die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) an. Zu beachten ist dabei, dass diese Gesellschaft automatisch bereits dann entsteht, wenn zwei oder mehr Personen gemeinsam unternehmerisch tätig werden. Das hat in haftungsrechtlicher Hinsicht Konsequenzen. Denn die Gesellschafter einer GbR haften mit ihrem gesamten Privatvermögen. Aus diesem Grunde gilt gemäß § 709 des bürgerlichen Gesetzbuches der Grundsatz der gemeinschaftlichen Geschäftsführung. Das bedeutet, dass alle Gesellschafter zustimmen müssen, um wirksam für die Gesellschaft Verträge abschließen zu können.

Handelt ein Gesellschafter ohne die erforderliche Zustimmung seines Kompagnons, hat er allein für die begründete Verbindlichkeit einzustehen und haftet wie ein Vertreter ohne Vertretungsmacht mit seinem gesamten Privatvermögen.

Die GmbH
Um eine Haftung mit dem Privatvermögen zu vermeiden, bietet sich heute die GmbH an, die in den letzten Jahren als Unternehmensform an Bedeutung und Anerkennung in der Gesellschaft deutlich gewonnen hat. Während in der Vergangenheit die GmbH wenig Zustimmung fand, ist sie inzwischen zum Sinnbild für eine stabile Firmenstruktur geworden.

Doch auch bei der Gründung einer GmbH gibt es Vieles zu beachten. Angefangen beim Stammkapital, das zunächst einzuzahlen ist, bis hin zur rechtssicheren Formulierung der Gesellschaftsverträge, ist die Errichtung einer GmbH eine juristische Herausforderung.

Ob GbR, GmbH, KG oder GmbH & Co KG die richtige Gesellschaftsform für Ihr unternehmerisches Handeln ist, kann für den Erfolg Ihres Unternehmens von entscheidender Bedeutung sein.