Start Zivilrecht für Private Verkehrsrecht

Verkehrsrecht

Wenn es gekracht hat, stellt sich als Erstes die Frage, wer für den entstandenen Schaden aufzukommen hat. Bei einem Verkehrsunfall, an dem zwei oder mehrere PKW beteiligt sind, kommen da drei Parteien in Betracht: Zum einen kann der Halter eines Fahrzeugs für den entstandenen Schaden ersatzpflichtig sein. Daneben kommen die Haftpflichtversicherung und nicht zuletzt der Fahrer gegebenenfalls für den Schaden auf.


Ob ein Anspruch gegen die oben genannten Parteien tatsächlich besteht, hängt natürlich von der Konstellation des Unfalles ab. Im Verkehrsrecht gilt das seltene Prinzip der verschuldensunabhängigen Haftung. Das heißt, auch jemand, der an dem Unfall selbst gar keine Schuld trägt, kann aufkommen müssen.

Bei mehreren an dem Unfall beteiligten Fahrzeugen wird jedoch eine Quote je nach Verschuldensgrad gebildet. Wenn jemand auf Ihr Fahrzeug aufgefahren ist, obwohl dieses ordnungsgemäß geparkt war, so liegt die Vermutung nahe, dass der Auffahrunfall für Sie unabwendbar war. Dann muss der Auffahrende für Ihren kompletten Schaden aufkommen.

In anderen Fällen ist die Sachlage meist nicht so eindeutig. Deshalb gilt es, sofort Beweise zu sichern:

Rufen Sie die Polizei!

Machen Sie Fotos vom Unfallort!

Fragen Sie Zeugen nach Namen und Anschrift!

Fertigen Sie ein Gedächtnisprotokoll an - notieren Sie Fabrikat und Farbe des gegnerischen Unfallfahrzeugs!

Unterschreiben Sie auf keinen Fall ein Schuldanerkenntnis!

Informieren Sie umgehend Ihre Versicherung!

Schalten Sie einen Rechtsanwalt ein!


Verkehrsunfälle sind nie einfach gelagert. Die Durchsetzung Ihrer Ansprüche bedarf kompetenter juristischer Vertretung. Es gibt von der Wahl des Ersatzfahrzeuges angefangen bis hin zu der Frage, ob ein Sachverständiger eingeschaltet werden muss, Vieles zu beachten.